Museum Temporär: „Bis die Wirklichkeit sich ablöst“

Foto: ©Tabea Borchardt

Noch bis zum 24. März 2019 präsentiert das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr im Museum Temporär Werke der Fotografin Tabea Borchardt und des Bildhauers Vesko Gösel.

Tabea Borchardt ist seit April 2018 Stipendiatin für junge Kunst der Stadt Mülheim an der Ruhr. Unter dem Titel „Bis die Wirklichkeit sich ablöst“ zeigt die junge Künstlerin in der Ausstellung Werke, die in den zurückliegenden Monaten in ihrem Atelier auf Schloss Styrum entstanden sind.

In ihrer künstlerischen Praxis verbindet die angehende Absolventin an der Folkwang Universität der Künste in Essen unterschiedlichste technische Verfahren. Analoge Handabzüge stehen dabei neben digitalen Aufnahmen und werden zusammen mit gefundenen Materialien, wie historischen Fotografien, besonderen Papieren, Archivalien, Texten oder Alltagsobjekten zu variablen, oftmals dreidimensionalen Arrangements zusammengestellt.

Für die Mülheimer Ausstellung hat Tabea Borchardt den Bildhauer Vesko Gösel als Gast eingeladen. Die Auseinandersetzung mit der Fotografie und den in diesem Kontext verwendeten Apparaturen und Materialien zieht sich wie ein roter Faden durch das Werk des in Mönchengladbach lebenden, konzeptuell arbeitenden Künstlers. In der Mülheimer Schau treten seine Zeichnungen, Objekte und raumgreifenden Installationen, wie beispielsweise ein aus historischen Fotoalbumseiten gebauter, raumhoher Turm („Coulissen“) in einen Dialog mit den Arbeiten von Tabea Borchardt. Die gezeigten, vorrangig skulpturalen Arbeiten schauen unter die glänzende Oberfläche der Fotografie und reflektieren deren gesellschaftliche Bedeutung.

Die eigens für die Schaufenstervitrine des Kunstmuseums Temporär geschaffene Gemeinschaftsarbeit „Bis die Wirklichkeit sich ablöst“ liefert spannende Referenzpunkte für den Besuch der Ausstellung.

Mehr Infos unter: www.kunstmuseum-muelheim.de